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07.09.2014, 13:54 Uhr
Gemeinderat nimmt die Probleme bei der Glasfaserumstellung unter die Lupe
Die CDU Fraktion hatte bereits zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der letzten Woche eine Analyse der Probleme bei der Portierung der Internetanschlüsse in der Gemeinde auf das Glasfasernetzt beantragt. Leider war die Firma Bornet trotz Einladung auf dieser Sitzung nicht vertreten.
Nach mehreren Gesprächen mit der Verwaltung ist Bornet nun bereit, sich den Fragen des Rates in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch zu stellen.
Da jedoch keine Einzelfälle diskutiert werden sollen, hat die CDU-Fraktion uns bekannte Probleme analysiert und die häufigsten in und folgende Fragen zusammengestellt.
1. Warum wurden die Nutzungsbedingungen lt. Homepage von BORnet am 01.07.2014 erneuert? Was sind die eigentlichen Änderungen zu den Nutzungsbedingungen vor dem 01.07.2014? Die Nutzungsbedingungen sind den Kunden mit Vertragsbestätigung offensichtlich nicht zugegangen und wurden ohne Benachrichtigung geändert und aktualisiert. Dies könnte u.U. ein Sonderkündigungsrecht hervorrufen.

2. Warum müssen die Heeker und Nienborger Bürger eigene Hardware (z.B. Router) vorhalten, obwohl der CPE offensichtlich in der Lage ist, die gleichen Funktionen zu erfüllen?

3. Die Thematik IPv4 und IPv6 ist nicht gelöst. Die technischen Probleme bleiben, da Dienste und Hardware an den Endgeräten IPv6 unterstützen müssen. Dies ist z.Zt noch nicht der technische Standard. Der Einsatz eines autarken Dienstes zur Übersetzung (NAT) kommt einer Vollbremsung bei der Datengeschwindigkeit gleich. Damit ist der wesentliche Vorteil einer FTTH-Anbindung nur noch eingeschränkt vorhanden. Zumal niemand garantieren kann, dass die Funktionalität die gleiche ist, wie bei IPv4 und öffentlicher IP.

4. Zum Thema offene Tickets bei BORnet gibt es Informationen, dass offene Tickets automatisch bei BORnet gelöscht, bzw. auf gelöst gesetzt werden wenn:
a) das Ticket ein gewisses Alter hat (Beispiel: der Kunde meldet sich wg. eines Problems, das Ticket wurde einige Zeit nicht bearbeitet, z.B. aus Zeitgründen, der Kunde meldet sich nicht erneut - also geht man davon aus, dass das Problem behoben ist)
b) nach Beantwortung eines Tickets per Email, wird offensichtlich das Ticket ebenfalls als gelöst gewertet, unabhängig davon, ob dem Kunden geholfen wurde oder nicht.
Dieses Vorgehen könnte die genannte Anzahl von derzeit lediglich 12 offenen Tickets natürlich verfälschen.

Uns ist es wichtig die Firma BORnet nicht an den Pranger zu stellen, sondern die gravierendsten Probleme sachlich und konstruktiv zu diskutieren und vor allem möglichst effektive Lösungen zu finden.

Die Ratssitzung findet am Mittwoch, den 10.09.2014 um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Heek statt. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.
aktualisiert von Mario Strehlow, 07.09.2014, 13:55 Uhr